Wahlstation bei Orsted
Das Wichtigste in Kürze:
- Bei Orsted haben Referendare die Möglichkeit, Einblicke in den Weltmarktführer für Offshore-Windparks zu erhalten.
- Die Rechtsabteilung ist sehr klein, sodass Referendare sehr schnell eigenverantwortlich mitarbeiten können.
- Die Atmosphäre in dem Unternehmen ist sehr gut, in Mittags- und Kaffeepausen lernt man schnell auch Mitarbeiter aus anderen Abteilungen kennen.
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Erfahrungsbericht
Der nachfolgende Bericht basiert auf den Erfahrungen einer Referendarin/eines Referendars, die/der ihre/seine Wahlstation in der Rechtsabteilung von Orsted in Hamburg absolviert hat und gibt ihre/seine persönlichen Eindrücke aus dieser Zeit wieder.
Was sind die Tätigkeitsschwerpunkte des Bereichs?
- „Mandant“ war stets Ørsted selbst bzw. dessen Sub-Unternehmen und Arbeitnehmer*Innen.
- Ørsted ist Weltmarktführer im Bereich Offshore-Wind, ist aber auch in den Bereichen Onshore-Wind und Solarenergie tätig. Die Rechtsabteilung ist ebenfalls zumindest grob in diese Bereiche aufgeteilt, sodass ich maßgeblich im Bereich Offshore-Wind gearbeitet habe.
- Die Aufgabe der Rechtsabteilung ist es, den Rest des Unternehmens dabei zu unterstützen, die diversen Aufgaben im stark regulierten Bereich der Offshore-Stromerzeugung rechtssicher zu meistern. Dabei ist es zunächst oft schon eine Aufgabe, überhaupt zu verstehen, was genau das Problem ist. Es folgen dann eine entsprechende juristische Aufarbeitung und Recherche und anschließend das interne Vorstellen der Ergebnisse, in der Regel mit einer abschließenden Handlungsempfehlung.
Was waren deine Aufgaben?
- Die Rechtsabteilung zu Offshore-Wind besteht in Deutschland nur aus 2 Personen, sodass ich mit diesen natürlich eng zusammengearbeitet habe. Überdies habe ich aber auch viel mit den „nicht-Jurist*Innen“ des Unternehmens zusammengearbeitet, zumal diese in der Regel die Aufgabengeber*Innen waren.
- Im Grundsatz sind alle Aufgaben im Kern juristische Rechercheaufträge. Die Aufgaben kamen dabei selten unmittelbar von meinem Ausbilder, sondern schon nach kurzer Zeit kamen die übrigen Kolleg*Innen mit ihren Fragen auf mich zu, sodass ein hohes Maß an selbstständigem Arbeiten möglich war.
- Neben den erwartbaren Offshore-Wind-Recherchen – hier ging es viel um die Kommunikation mit den Aufsichtsbehörden zu diversen Fragestellungen, die sich vor allem aus dem WindSeeG. dem EnWG und dem EEG speisten, aber auch um die strategische Positionierung für zukünftige Projekte – habe ich zudem auch einige gesellschaftsrechtliche Fragestellungen bearbeitet.
- Ørsted hat eine lebendige Meeting-Kultur, sodass man, wenn man das will, an sehr vielen Meetings teilnehmen kann. Außerdem wurde mir die Möglichkeit geboten, alle externen Termine, etwa mit den Ørsted vertretenden Rechtsanwaltskanzleien, wahrzunehmen.
Wie sah ein typischer Arbeitstag aus?
- Die Atmosphäre bei Ørsted ist generell sehr positiv! Das Office in Hamburg ist ein Open-Space-Office, wobei die Rechtsabteilung sich noch einen eigenen kleinen Raum erhalten hat. Dennoch ist man auch viel auf den Fluren und in den Aufenthaltsbereichen in Kontakt mit den übrigen Kolleg*Innen und lernt so schnell viele verschiedene Leute kennen.
- Da ich der erste Referendar in Hamburg war, gibt es noch keine „Referendars-Kultur“. Es gibt allerdings sehr viele junge Kolleg*Innen, sodass es regelmäßig selbstorganisierte Afterwork-Drinks gab. Außerdem hat Ørsted selbst auch Events für alle Mitarbeitenden organisiert, sodass es auch so viele Möglichkeiten zum Socializing gibt.
- Ein Mittagessen wurde für ~2-3€ pro Lunch von Ørsted in-house bereitgestellt. Es gab zwar keine festen Verabredungen, wann man essen geht, aber man konnte dort regelmäßig mit diversen Kolleg*Innen gemeinsam essen. Neben den üblichen Heiß- und Kaltgetränken wird zudem Obst gestellt.
- Ørsted bietet verschiedene Programme für Mitarbeitende an, sodass man etwa über HanseFit diverse Sporteinrichtungen nutzen oder sich auch das Deutschlandticket bezahlen lassen konnte.
Was hat dir besonders gut gefallen?
- Der Einblick in die Prozesse und das Vorgehen bei einem Weltmarktführer im Bereich der erneuerbaren Energien.
- Das hohe Maß an Vertrauen und die daraus folgende Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten.
- Ein wirklich sympathisches Team, das mich auch noch nach Ende der Station mit zur Weihnachtsfeier eingeladen hat.
- Das Verständnis für die Herausforderungen des Referendariats, sodass unproblematisch eine Vereinbarung zu einer 4-Tage-Woche und einer Tauchphase getroffen werden konnte.
- Ein sehr hohes Commitment durch Ørsted. Trotz nur drei Monaten Station habe ich etwa ein recht neues iPhone-Modell als Diensthandy erhalten, ich wurde auf ein Team-Event in Warschau mitgenommen und habe an der Offshore-Messe in Hamburg teilnehmen können, ohne dafür irgendwelche Kosten zu tragen.
Was hat dir nicht gefallen bzw. wo siehst du Verbesserungsbedarf?
- Der Standort im Dockland ist zwar schön, aber je nach Wohnlage dauert die Anreise mit dem ÖPNV recht lange.
- Anfangs wird man, außer man hat schon Vorkenntnisse im Bereich Offshore-Wind, nur sehr, sehr wenig verstehen. Die Lernkurve kann dafür sehr steil sein.
- Man arbeitet viel mit nicht-Jurist*Innen zusammen, sodass man sich darauf kommunikativ einlassen können muss.
- Die verfügbaren Recherchedatenbanken sind nicht so umfangreich, wie dies bei Kanzleien üblich ist.
- Da Ørsted ein dänischer Konzern ist, erfolgt die Arbeit maßgeblich auf Englisch, was gerade im hochregulierten Bereich von Offshore-Wind und den vielen Fachbegriffen die ohnehin schon anspruchsvollen Aufgaben noch etwas komplizierter macht.
Wie zeitintensiv war die Station?
- 4 Tage in der Woche von ~ 9 – 17 Uhr, wobei ich regelmäßig früher und nur sehr selten später gehen konnte.
- Am Ende hatte ich ausreichend Zeit für die Examensvorbereitung.
Gibt es besondere Ausbildungsangebote, wenn ja welche?
- -
Wie weit im Voraus wurde sich auf die Station beworben?
- 4 Monate im Voraus, wobei mein Bewerbungsprozess stark davon geprägt war, dass ich in meiner Anwaltsstation bereits mit Ørsted gearbeitet hatte.
Wie würdest du die Station bewerten? (Skala: 1-10; 1 = sehr schlecht, 10 = sehr gut)
- 8.
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